Alle Songtexte aus Helden aller Arten (Songs sind auf CD bestellbar)
von Ingo Lämmerhirt

Alles hier so klein Ein heiteres Gefühl Nabel der Welt
Am liebsten tot Ein Stück von mir Overdressed
Das Mädchen Ich will ihn haben Wir wissen alles
Der Schmerz Helden aller Arten
Die Welt spinnt Laras Song

Weitere Texte (Feuer in unseren Strassen ...)

zum gästebuch

Helden aller Arten

  Herzlichst geheißen, seien Sie willkommen,
bin noch immer ganz und gar benommen,
von den Farben, Bildern, Texten und den Freunden die ich echt gern hätt',
doch nein – nichts war real,  `s war nur das Net.

  Harmlos schaltet man sich durch das Netz und seine Gassen,
hell erleuchtet und frequentiert – oder einsam und verlassen.
Veraltete Neuigkeiten in dunklem Gemäuer,
Haltbarkeitsdatum: Unendlich - so wirklich ist einem nichts geheuer.

  Plötzlich ein Raum, in dem die Leute schwatzen, 
sie reden mit vollem Mund, doch man hört sie nicht schmatzen.
Verbalschlachten durch den Draht, Menschen voller Liebe, 
Herzen ohne Seelen, hingegeben an ihre Naturtriebe.

  Hier gibt es Helden aller Arten und alle sind geübt im Warten,
dass was passiert, der totale Kick
oder Erfüllung in einem Cyber-Fiktions Wahnsinn der Imagination.

Stundenlanges Nichts im bildschirmflackernden Neonlicht,  
jede und jeder Einzelne: Ein armer Wicht!
 
Doch hier und jetzt werdet ihr Gefühle und Musik real bekommen,
 
drum seid mir, ihr Echten, herzlichst willkommen.

(diesen Song hören)

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Alles hier so klein

Hat vielleicht jemand meine Freude gesehen?
K önnt' ihr meine Langweile verstehen?
Denk ich an Schönes, so ist das ganz weit weg.
In der Ferne liegt das wahre Glück
       Ich will hier raus Es zieht mich davon - wer kommt mit? Mit mir ....

Das ist alles hier so klein!
Ich brauche Luft um froh zu sein.
Doch bin ich fern, so will ich weiter fort,
die Unruhe findet mich an jedem Ort.
         Dann will ich wieder raus, ich will davon - und wer kommt mit? Mit mir .... Und hält mich fest ....

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Das Mädchen (auf der CD 'Wollust')

Es gibt da ein Mädchen, irgendwo -
du kennst sie schon länger hast sie oft gesehn.
Getroffen habt ihr euch zu verschiedener Gelegenheit,
erzählt bis in die Nacht, oder einfach nur getanzt.
Freundschaft in Harmonie und Sterne angesehn
Gegenwart kaum wahrgenommen, irgendwie wird's schon gehen.

Doch alles hat ein poröses Fundament,
so wurde freundschaftliches Gefühl zu Liebe, die brennt.
Du denkst an sie beim Aufstehn, willst sie sofort sehn,
sie aber wohnt in einem anderen Haus - und du flippst aus.

   Wo sollst du hin, mit deinem Gefühl
   Sollst du ihr deine Liebe gestehn?
   Du weißt genau, Freundschaft steht auf dem Spiel,
   wenn du dich offenbarst musst du gehn.

Schon über eine Woche ist das letzte Treffen her
ihr kommt euch nicht näher, Stagnation.
Aus ihr wirst du nicht schlau und dir fehlt der Mut
vielleicht packst du's einfach an, denn das Leben geht weiter

   Wo sollst Du hin ....

Du liebst - wagst nichts - du redest - sagst nichts
Du spinnst - jeder glaubts - was ist, wenn du das Herz ihr raubst?
Du träumst - das ist gut - bist Depressiv und ohne Mut
Du wartest das jemand sagt: Sing! Geh ohne Deckung in den Ring!!

   Wo sollst Du hin...

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Am liebsten tot

Diese hilflosen Augen brechen mir fast das Herz,
erst wenn man ihn fühlt, erkennt man ihn, den Weltenschmerz.
Ich wollt verhindern, dass die Unschuld des Schnees in Dir zerschmilzt,
ich bin bei Dir, bin bei mir, meine Gedanken sind verfilzt.

      Ganz alleine, auf einem Boot - am liebsten tot. Wer soll begreifen was Du fühlst, Du bist alleine in Deiner Not.

Die Bücher, die Du in Deinem Kopf schreibst ohne Handlung,
sind Geschichte, sind Zukunft oder einfach nur Deine Meinung.
Sie sind jedem scheißegal, auch wenn manche anders tun,
das ist Dir eine Qual und Du möchtest Dich nur ausruh'n.

    Ganz alleine, auf einem Boot ...

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Wir wissen alles

Völlig verdreht im Trip durch das Chaos, Gefühle zwischen Durchblick und Depression.
Jeder Weg führt überall hin, ziellos steuern wir ins Nirgendwo.
  Der Kopf erschafft die Zeit täglich neu, ein Jahrtausend als Zahl - und wir wissen alles.

Wir sind überall am Start und haben Spaß ohne Ende.
Wir überholen uns selbst im Rückwärtsgang - farbenfrohe Illusionen gaukeln uns vor was wir glauben wollen.
  Wir haben zehntausend Freunde und das Leben hat uns lieb.

           Wer kennt uns wirklich wie wir sind, wo können wir sein, ohne dieses Spiel zu spielen.
           Geballte Einsamkeit lässt uns ertrinken, wir können nicht mehr tiefer sinken.

Ich habe diese Farce durchschaut und sie ihrer Existenz beraubt.
Ich werde fühlen, auch dann, wenn es keinem passt, ich werde reden ohne Achtung vor der Konvention,
Ich werde lachen, auch wenn es albern ist, es ist mir ganz egal, was diese Welt von mir verlangt
Nehmt mich wie ich bin. Ich will stark sein, ich will weinen, lieben, leben.

             Wer kennt uns wirklich ... wir wollen nicht mehr tiefer sinken.

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Laras Song

Ich bin ein zartes, zerbrechliches Reh, doch bevor ihr mich verletzt tue ich euch weh!
Wenn man mich streichelt, zerschmelze ich, deshalb verweigere ich mich und bleibe widerspenstig.
Voll kindlicher Freude lache ich Euch ins Gesicht, doch was ich dabei denke, das wisst ihr nicht.
    Ich bin anders als ihr alle denkt und das geht keinen wirklich etwas an.
    Schon manchmal habe ich mich verschenkt, aber an mich kam noch keiner wirklich dran.
Ich bin die Schönheit, zu der euch das rechte Wort nicht einfällt, und wenn dann wäre dieses Wort nicht von dieser Welt.
Mein lasziver Blick macht mich selbst schon ganz beglückt und wenn er jemanden trifft, so wird er verrückt.
Ich reiche Euch die Hand und schau' dabei gebannt zu dem Schatten meiner Geste an der Wand.
    Ich bin anders ...

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Ein heiteres Gefühl

 Da ist ein kleines, heiteres Gefühl, es ist nicht greifbar und bedeutet doch viel.
Ich kenne dich und weiß doch nichts von Dir, dabei wünschte ich: Du wärst bei mir.

           Wo kommst Du so plötzlich her, wo warst du so lange versteckt und verborgen.
           Endlos weit liegt vor uns das Meer, lass' uns schwimmen geh'n, hinaus in den Morgen.

Du zeigst Dich mir in neuer Gestalt, zaghaft Deine Stimme und ich lausche, eh' sie verhallt.
Ungewohnt hell, Dein glänzendes Gewand und ich entdecke in Dir ein ganz neues Land.

           Wo kommst Du so plötzlich her...

Was wir machen und welchen Weg wir gehen, das ist für keinen von uns wirklich abzusehen.
Der Wind voller Sand, hier am weiten Strand, trübt den Blick - doch ich habe Dich erkannt.

           Wo kommst Du so plötzlich her, wo warst du so lange versteckt und verborgen.

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Ein Stück von mir

  Dein Feuer ist nicht von dieser Welt, es brennt lichterloh und es kommt wie bestellt.
Ich merke: endlich geht was los, da ist etwas, das macht mich groß.

            Komm herüber und setze dich auf meinen Schoß, ich bespritze dich mit Wasser und schau' wie du reagierst.
           
Ich will dich fern haben, will dir nah sein, was mach' ich bloß, ich lass' dich erst gehen, wenn du von mir ein Stück probierst.

Mach die Augen zu und lass' sie weiter leuchten, hör' auf zu atmen und singe mir ein Lied.
Wenn Du die Lippen schließt, werd' ich sie befeuchten, vielleicht gibt es bei uns niemals einen Abschied.

            Komm herüber...

Beiße mich, wenn Du kannst,
zerstöre meine Larmoyanz.
Ich werde Dir Champagner sein,
wir wollen uns von aller Langeweile befrei'n.

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Ich will ihn haben

Männer woll’n immer nur das Eine, doch der Eine gerade nicht den ich meine.
Zumindest nicht von meiner Person und das ist doch wohl blanker Hohn!

Ich will ihn haben, mich an ihm laben, will seine Augen immer auf mir spüren.
Möchte ihn streicheln, möchte ihm schmeicheln und ihn immer wieder verführen.

Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und begehrenswerte Männer sind meistens schon vergeben.
Doch er ist frei, dieses Wunder von einem Mann und trotzdem  komme ich einfach nicht an ihn heran. Ich will ihn haben ...

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Die Welt spinnt (auf der CD 'Wollust')

Hast mal wieder ´n schweren Tach verbracht,
sitzt jetzt vor der Flimmerkiste, Abends um halb acht.
Dein Kopf dröhnt immer noch, die Maloche ist es, die dich so fertig macht
und du wartest darauf, dass deine Frau mal wieder lacht.

Wochenendstimmung kommt bei dir erst garnicht auf,
die geht für die Erholung von der Plackerei drauf.
In der Kneipe an der Ecke, ziehst du dir noch'n Bier -
Deiner Frau gegenüber verhälst du dich dann wie ein wilder Stier.

   Das kann der Sinn des Lebens nicht sein, das kann der Sinn des Lebens nicht sein
   und manchmal willst du nur noch schrei'n
   Wir verlachen das Kind, das wir doch eigentlich noch ganz gerne sind
   und alle wissen wir, alle wissen wir - die Welt spinnt!

Hey kauf' dir doch Drogen, die sind zwar nicht gesund,
aber jedes Auto wird dann kugelrund
und wenn dir dann die Augen schlackern, kannst du nur noch ‚Mama' plappern
und vielleicht einen Sitzplatz zur Bühnenshow ergattern.

Voll auf dem Trip rennst du ´ne Glastüre ein,
du reibst dir die Birne und denkst: Das kann doch garnicht sein
Hast Blumen in der Hand, das siehst du im Spiegel an der Wand
Du weißt nicht für oder von wem, fragst dich: Wo ist mein Verstand?

Das kann der Sinn des Lebens nicht sein, ...

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Overdressed

  Wenn du meinst du hast geliebt, die Beste aller Schönsten ausgesiebt,
wenn du glaubst, du hattest Grund für Gefühl, doch es kam Dir abhanden im Alltagsgewühl, ja dann  -

  Ja jetzt schreibst du sehnsüchtige Liebesgedichte, und hoffst, dass Gott die Sache schon richte,
bist schüchtern laut und spürst nur das Leben, wenn du peinlich wirst weißt du nicht: wird man mir vergeben? ja und was dann –

                  Dann lass los und kehre zu dir zurück, vergiss die andern, nimm dich selbst in den Blick.
                  Die Wahrheit kommt, wenn du sie zulässt, aber im Moment ist dein Selbstbild overdressed.

  Du hast viel zu viele Gedichte geschrieben, dich ängstigt, das Gefühl könnte versiegen.
Und welchem Traum läufst du eigentlich hinterher? Du steuerst planlos herum im Gegenverkehr. Ja und was jetzt?

                  Ja, lass endlich los und kehre zu dir zurück ...

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Nabel der Welt

  Paris scheint der Nabel der Welt zu sein, dort ist das Treiben rege und der Verkehr intensiv,
Die schönen Frauen und die Männer machen einen glatt verrückt
und wer ist nicht vom Tour Eiffel entzückt?

           Alle Welt fährt dorthin , ja, was hat das denn für `nen Sinn, denn ihr vergeßt darüber mich!
         Ich bitte Euch, ihr Damen und ihr Herren, muss ich die Augen euch erst auseinander zerren,
         Der Nabel der Welt bin ich!

  Ich weiß wovon Du träumst, wenn Du einsam bist,
 und ich umgarne Dich so lange, bis Deine Seele zerschmolzen ist.
Nur rede niemals über die Stadt der vielen Lichter, der Boulevards, Cafés, Künstler und Dichter.

             Denn alle Welt fährt dorthin ...

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